Entstehung - Bedeutungsgestaltung

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Entstehung

Jahrelang arbeitete der Gründer von memecon in verschiedenen internationalen, multikulturellen betrieblichen  Bereichen. Und immer wieder drehte sich die Arbeit um Bedeutung in verschiedenen Funktions- und Kulturbereichen  Dabei entwickelte sich mit der Zeit die Erkenntnis, dass ein großer Teil betrieblicher Aufgaben von dem gemeinsamen Verständnis des  Geschäfts abhängt. Im Fokus standen hierbei Dinge wie Daten, IT-Systeme, Geschäftsprozesse, Organisation und Management. Das Ergebnis dieser Überlegung sind die vorliegenden Erkenntnisse und Ideen. Die Kernfrage ist immer: Was bedeutet das?

Die Ergebnisse waren

  • Datenmodelle mit detaillierten Datenbeschreibungen,

  • Prozessmodelle mit Ereignissen, Funktionen, Verknüpfungen, Ein- / Ausgabedaten, Zuständigkeiten sowie IT-Aspekte,

  • IT-Systemmodelle mit Systemlandschaften, Modulen, Datenbanken und Schnittstellen,

  • Organisationsmodelle mit Rollenbeschreibungen (Aufgabe, Kompetenz, Verantwortung) und

  • Managementmodelle in Form von Standards von Führung und Governance.


Der Weg vom Datenmodell, über Unternehmensdatenmodell und Unternehmensmodell bis zur Unternehmensarchitektur (EA) hat  sich über zwei Jahrzehnte hingezogen. Wesentliche methodische Beiträge kamen von James Martin, Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, John Zachman und Prof. Dr. Hubert Österle geliefert. James Martin hat mit seinen Methoden zu einem ingenieursmäßigen  Ansatz im Information Engineering beigetragen. Der Besondere seines Beitrags war die Integration von verschiedenen Methoden, was Ende 1980, Anfang 1990, zu Werkzeugen der Computergestützten Softwareentwicklung (CASE) führte z.B. Information Engineering  Workbench - IEW. (CASE). Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer lieferte mit seinem ARIS-Konzept die Erweiterung der DV-technischen Aspekte der Programme und Daten, um organisatorische, prozessuale und leistungsorientierte Elemente. Das ARIS-Modell vernetzt  Daten-, Funktions-, Organisations-, Prozess- und Steuerungssichten auf den Ebenen Fachkonzept, DV-Konzept und Implementierung miteinander. Entscheidend für die Viabilität des Ansatzes ist die Zusammenführung aller Informationen in einem Werkzeug,  dem ARIS-Toolset. Weltweit werden heute in unzähligen Unternehmen riesige ARIS-Modelle betrieben, die grafisch und datenbankgestützt genutzt als Grundlage für unternehmerische Entscheidungen. John Zachman legte mit seinem Zachman-Framework den  Grundstein für Enterprise Architecture Management. Das Modell wurde, wie alle anderen Ansätze, Ende der Achtziger des letzten Jahrhunderts konzipiert. Fokus liegt hierbei auf der Beschreibung der IT-Architektur des Unternehmens. Es gliedern sich  die relevanten Modelle in einer Matrix nach den Aspekten was, wie, wo, wer, wann und warum, sowie nach Scope-Kontext, Geschäftskonzept, Systemlogik, physische Logik, Komponenten, und Betriebsklassen. In den Schnittpunkten der Matrix finden sich die  relevanten Modelle. Prof. Dr. Hubert Österle fokussierte bei seinem Business Engineering-Ansatz auf Geschäftsprozesse. Damit erweiterte er die obigen Ansätze, die auf die Strukturierung der Informationen abzielten, um prozessorientierte Vorgehensweisen.  Besonders erwähnenswert ist dabei PROMET, eine strukturierte Vorgehensweise zur Entwicklung von Geschäftsprozessen. Es ist interessant aufgrund der logischen Vernetzungen zwischen den Ergebnissen. Durch die konsequente Nutzung von PROMET kann so  sukzessive ein konsistentes Geschäftsprozessmodell erarbeitet werden – von der Prozess-Landkarte, über das Makro-, zum Mikro-Modell.

Alle diese Konzepte haben ein ganzheitlich strukturiertes, integriertes Gesamtmodell, das betriebswirtschaftliche, organisatorische und technische Aspekte vereint.

Die dabei gewonnenen Erkenntnisse beschäftigen heutzutage eine große Anzahl an Spezialisten. In Unternehmen werden Datenbanken, Software, Infrastruktur, Abläufe und Zuständigkeiten dokumentiert und simuliert. Auf der Basis solcher Modelle  wurde der heute erreichte Effektivitäts- und Effizienzgrad erst möglich. Gleichzeitig binden die benötigten Modelle Kapazitäten und geben das Gefühl von Kontrolle, die, durch den Unterschied zwischen Modell und Realität, eigentlich nicht  angemessen ist. Denken Sie an den Schmetterling in Indien, der durch seinen Flügelschlag einen Tornado in USA auslöst. Entsprechend reagieren komplexe Modelle sensibel auf kleinste Veränderungen der Parameter. In den Modellen werden „harte"  Faktoren genutzt, die messbaren Indikatoren. Es bestimmen aber die „weichen" Faktoren das Geschehen (z.B. Motivation, Akzeptanz, Commitment, schwarze Schwäne oder Wildcards). Da diese Einflussfaktoren nur schwer greifbar sind, lassen sich nur  schwer simulieren. Das mächtigste Werkzeug zur Steuerung dieser Faktoren ist Kommunikation. Und was ist Kommunikation ohne Inhalt?

Organisationen bzw. die zuständigen Manager neigen dazu, schnell zu kommunizieren, um von den betrieblichen Ereignissen nicht überrollt zu werden. Es wird immer seltener konkretisiert, was die Vision ist, welche Konsequenzen die Ziele haben oder  ob die Organisation konsistent ausgerichtet ist. Daraus hat sich mit der Zeit ein Ansatz entwickelt, der als Kernelement die Gestaltung von Bedeutung hat - Ideen, Strategien, Konzepte, Pläne, …. Die Frage ist dabei immer wieder: Was bedeutet  das? Was bedeutet das für die Betroffenen? Was bedeutet das für die Planung? Was bedeutet das für die Infrastruktur?

Bei der Suche nach dem Element der Bedeutung haben sich Meme als bedeutungstragendes Element angeboten. Meme sind „jedes feste Muster von Materie oder Information, das durch den Akt menschlicher Intentionalität erschaffen wird" (M.  Csikszentmihalyi) und damit das Objekt der Bedeutung. Dies reichte jedoch noch nicht für eine strukturierte Gestaltung von Bedeutung. Alles was jetzt noch fehlte war eine durchgängige Struktur, die den Zusammenhang aller Aspekte regelt.  In Ermangelung eines entsprechenden Ansatzes bietet memecon das Framework zur Bedeutungsgestaltung. Fokus liegt auf dem praktischen Nutzen und weniger auf der Entwicklung einer neuen Theorie. Aus diesen Gründen hat sich Bedeutungsgestaltung außerhalb  des wissenschaftlichen Raums entwickelt, was bedeutet, dass nicht jeder Impuls, der in diesen Ansatz eingeflossen ist, wissenschaftlich ausgearbeitet ist. Nichtsdestotrotz finden sich in der Literaturübersicht einige Werke, die in das Konzept mittelbar  eingeflossen sind.

Der eine oder andere Puzzlestein in Sachen Bedeutungsgestaltung ist gesetzt. Aber die Ansätze der Bedeutungsgestaltung sind nicht in Stein gemeißelt. Aus diesem Grund empfiehlt sich ein kreativer Umgang. Diese Website verfolgt das Ziel, Bedeutung  und Bedeutungsgestaltung in das Bewusstsein heutiger Entscheider und Macher zu bringen. Finden Sie hierdurch zu einer neuen Sicht auf Ihren Verantwortungsbereich, dann bleiben Sie nicht auf halbem Weg stehen. Vielleicht kommt Ihnen von Zeit zu Zeit James  Dean in den Sinn „… denn sie wissen nicht, was sie tun." Seien Sie aufmerksam und machen Sie sich bewusst, was Sie tun – egal wie. Wenn diese Website Ihnen Inspirationen, Ideen und vielleicht Werkzeuge liefert, die Ihnen helfen, dann  war dies den Aufwand wert.

            

©memecon 2011-2017
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