Ausdruck - Bedeutungsgestaltung

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Bei der formalen Ausgestaltung geht es um sinnliche Submodalitäten. Dabei müssen  vor allem die  sinnlichen Wahrnehmungsstile der Empfänger verstanden sein, um zielgruppengerechte Botschaften aufzubereiten. Die Kernelemente der sogenannten Submodalitäten betreffen visuelle, auditive, kinästhetische, olfaktorische und gustatorische Sinneseindrücke  (abgekürzt vakog).

  • Visuell:

Das Auge nimmt Formen, Farben, Dynamik wahr und folgt dabei allgemeinen  Gesetzen. Beispiele sind Kreis, Magenta, Bewegung, Gesetz der Nähe.

  • Auditiv:

Die Ohren nehmen Klang, Harmonie, Rhythmus, Lautstärke wahr und folgen währenddessen allgemeinen Gesetzen - beispielsweise Tonhöhe, Dur, langsam, Richtung,  Gesetz der Geschlossenheit.

  • Kinästhetisch:

Die Kinästhetik besteht aus bestimmten Gefühlen (z.B. Tast- und Gleichgewichtssinn, Körperhaltung), die Gewicht, Temperatur, Pose, Struktur, Beschaffenheit  wahrnehmen und gleichzeitig allgemeinen Gesetzen  folgen: schwer, lauwarm, gebeugt, rau, weich, Gesetz der Ähnlichkeit.

  • Olfaktorisch:

Die Nase nimmt Aromen, Duftklassen, Mixturen wahr und folgt hierbei allgemeinen Gesetzen, wie z.B. Körpergerüche, fruchtig, würzig, Gesetz der Kontinuität.

  • Gustatorisch:

Die Zunge nimmt unter Zuhilfenahme der Nase Geschmack, Geschmacksqualitäten, Zusammenstellungen wahr und folgt dabei allgemeinen Gesetzen, z.B. Schärfe,  umami, indisch, Gesetz der Prägnanz.

Alle diese Submodalitäten transportieren Bedeutung. So suggeriert beispielsweise das Gesetz der Nähe unter anderem  Zugehörigkeit, Abrundung, Natürlichkeit. Zitronenduft vermittelt Frische. In Anlehnung an Watzlawick lässt sich folgender  Ausdruck ableiten „Man kann nicht nicht ausdrücken". Eine Aussage ist immer verbunden mit einem wahrnehmbaren  Objekt. Dadurch nimmt die Zielgruppe die Aussage teils bewusst und teils unbewusst wahr.

In der Bedeutungsgestaltung hat der Ausdruck eine unterstützende Funktion. Damit lässt sich Bedeutung  verstärken, d.h. unterstreichen und fokussieren. Die unbewusste oder ungeschickte Anwendung kann leicht zu einem kontraproduktiven Effekt führen, der den Bedeutungsgehalt stört. Die Kernfrage ist: Welche Ausdrucksmittel fördern, oder behindern  die Aussage?

            

©memecon 2011-2017
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